StartAktuellNachrichtenEröffnungsrede im Familienzentrum der AWO in Itzum am 19.09.2009

Eröffnungsrede im Familienzentrum der AWO in Itzum am 19.09.2009

FamZe AWO II

li: Martina Soltendieck-Kuba, Jutta Rübke

24. September 2009 0 Kommentare

Liebe Gäste,

zwei Sprichwörter sind mir eingefallen: „Was lange währt, wird endlich gut!“ und „Alle guten Dinge sind drei!“ - heute wird das dritte Familienzentrum in Hildesheim eingeweiht. Herzlichen Glückwunsch!

Familienzentrum – Zentrum für Familien! Dabei denke ich, und ich gehe davon aus, dass alle, die heute hier dabei sind, bei Familie nicht an Mutter, Vater und Kind denken, sondern an Einelternfamilien, an Großväter und –mütter, an Alleinstehende. Kurz gesagt, an kurze und lange Menschen, ob allein, als Paar, als Gruppe.
Wer einmal durch einen großen Garten mit altem Baumbestand und einer reichhaltigen Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt gegangen ist, lässt sich gern in ein „Reich der Sinne“ entführen. Einerseits gibt es vielfältige Farben und Formen der unterschiedlichen Pflanzen zu bewundern, andererseits betören die unterschiedlichen Düfte. Die Blumen und Sträucher entwickeln ihre ganze Pracht zu unterschiedlichen Zeiten, sodass eine Blütezeit die andere ablöst.

Hecken dienen Kleintieren zum Schutz, bieten Nistgelegenheiten und große Bäume spenden Schatten. Ein Garten zeichnet sich durch seine Vielfältigkeit im Gegensatz zu angelegten Monokulturen mit Auffälligkeiten gegen Krankheiten und Sturm aus.

Das Familienzentrum kann – ausgehend von diesem Bild – auf dreierlei Arten seine Aufgaben übernehmen.
• Einerseits kann es alles laufenlassen und dazu beitragen, dass sich der Garten „irgendwie“ entwickelt.
• Andererseits kann es einem „vorzeigbaren“ gepflegten und jederzeit gesteuerten Vorstadtgarten entsprechen, bei dem die Beete unkrautfrei gehalten werden und die Gärtnerin es jederzeit in der Hand hat, was, wo, wie neben wem in welcher Höhe wächst (entsprechend einem autoritären Stil).
• Zum Dritten können sich Gartenfachleute ein profundes Wissen über bestimmte Pflanzen aneignen und dafür Sorge tragen, dass sich diese optimal entwickeln, wobei den Pflanzen selbstverständlich auch ihre Ausbreitung/Ausweitung zugestanden wird, für die gute Bodenbeschaffenheit sorgen die Gartenfachleute.
Diese Sichtweise entspricht einem demokratischen Stil, weil elementare Bedürfnisse der Pflanzen beachtet und wertgeschätzt werden.
Da ich weiß, dass dieser AWO-Kindergarten nach der dritten Sichtweise geführt wird, wird auch das Familienzentrum wachsen und gedeihen wie in einem Garten der Sinne.
Kinder gehören in den Mittelpunkt unserer Gesellschaft. Wir wollen gute Lebensbedingungen für alle Kinder schaffen, die in unserem Land/in unserer Stadt aufwachsen. Darum müssen Familien mit Kindern, aber auch ohne, in allen Lebenslagen von Anfang an unterstützt werden. Wir wollen dafür sorgen, dass jedes Kind, unabhängig von sozialen Status seiner Eltern, nach seinen Bedürfnissen gefördert, aber auch gefordert wird. Kinder sind eigenständige, individuelle Persönlichkeiten mit einem Anspruch auf Schutz, Beteiligung und Entfaltung. Diesen Anspruch müssen wir Erwachsenen erfüllen, nicht nur am Weltkindertag. Wir wollen Hildesheim zu einer Kinderstadt machen, dazu ist in dieser Woche vieles getan worden.
 

FamZe AWO III

li: Martina Soltendieck-Kuba, Jutta Rübke

FamZe IV

li: KiTa-Leiterin Martina Soltendieck-Kuba, Jutta Rübke



 

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